DCM (Dilatative Kardiomyopathie) beim Weimaraner

Liebe Weimaraner Freunde,

wir möchten Sie an dieser Stelle unterrichten, dass es aktuell einen Fall von DCM (Dilatative Kardiomyopathie)  in unserer Rasse (in Deutschland) gibt.

Der betroffene Hund ist verstorben. Bisher ist jedoch nicht klar ob es sich um eine erworbene oder eine genetische Ursache handelt
Eine Untersuchung des toten Tieres ist leider nicht mehr möglich, da der Fall erst später gemeldet wurde.
Da eine genetische Ursache nicht ausgeschlossen werden kann, haben wir uns mit dem Vorsitzenden des collegium cardiologicum (spezialisierte Gruppe von Kardiologen

in der Tierzucht) ausgetauscht und in der gestrigen Vorstandssitzung die zu ergreifenden Maßnahmen besprochen.

Wir werden aufgrund der Empfehlung von Herrn Dr. Kresken in Anlehnung an das Phasenmodel des VDHs Untersuchungen in der engeren Verwandtschaft des verstorbenen Hundes starten.

Die Besitzer der für die notwendige Untersuchung „betroffenen“ (im Sinne von genetisch relevaten) Hunde werden von uns persönlich informiert.

Ob es darüber hinaus weitere Maßnahmen geben muss , können wir erst sagen wenn wir dazu Untersuchungen vorliegen haben. Noch ist das aber nicht sicher.

Für Ihre Einschätzung der Lage, die Frage: Gab es so etwas schon mal bei uns?

Bereits vor ca. 10 Jahren wurde bei einem anderen Hund eine (nach unserer Kenntnis erstmals in Deutschland) DCM festgestellt. Die Ausschlussmaßnahmen wurden in diesem

Fall der phänotypischen DCM entsprechend durchgeführt und es konnte das Problem geklärt und als Ergebnis keine Relevanz für unserer Population festgestellt werden. Weitere

Zuchtmaßnahmen waren nicht erforderlich.

Kurzerklärung zur DCM:

Die Dilatative Kardiomyopathie (DCM) ist eine ernste, genetisch bedingte oder (chronisch) erworbene Herzerkrankung, bei der sich der Herzmuskel bei meist großen Hunderassen
(auch in der Rasse Weimaraner außerhalb Deutschlands schon vorher bekannt) ausleihert (auch als dilatiert bezeichnet).
Sie führt zu chronischer Herzschwäche, Wasser in der Lunge/im Bauch, Leistungsschwäche und kann einen plötzlichen Herztod verursachen.
Meistens treten erste Symptome zwischen dem 4 und 6 Lebensjahr auf , meist versterben die Hunde früh.

Zeitfenster für die aktuelle Situation und Ihre Unterstützung:

Die nun notwendigen Untersuchungen können einige Zeit beanspruchen, da Termine bei den spezialisierten Ärzten etwas Vorlauf benötigen. Wir werden Sie selbstverständlich
weiter informieren, sobald dies möglich ist.
Gerne melden Sie uns aktuelle Verdachtsfälle, damit wir ggf. rechtzeitig Daten von den behandelnden Tierärzten erhalten oder das Vorgehen der Untersuchung abstimmen können.

Beste Grüße
Eure Vorstandschaft