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Zuchtbedingung

Der Weimaraner ist ein Jagdhund! Sowohl seine Leistungsstärke im Feld, im Wasser und im Wald als auch seine rassespezifischen Eigenschaften verdankt er einer seit dem späten
19. Jahrhundert gezielten und ausschließlich auf eine vielseitige jagdliche Brauchbarkeit orientierten Zucht.
Diesem Zuchtziel ist der Weimaraner Klub auch heute noch in hohem Maße verpflichtet, so daß bei den Zuchtvoraussetzungen eindeutig die im Rahmen von Prüfungen nachgewiesenen jagdlichen Anlagen und nicht die "Schönheitsideale" im Vordergrund stehen.
Der Weimaraner Klub trägt in dieser Hinsicht der Forderung Rechnug, daß die Jagd ausschließlich mit einem leistungsstarken Jagdgebrauchshund tierschutzkonform ausgübt und damit gleichzeitig ethisch gerechtfertigt werden kann. Eine auf den "Phänotyp" ausgerichtete Zucht dagegen würde aus dem Weimaraner in sehr kurzer Zeit zwar einen aparten Begleithund im "grauen Gewand" machen, seine Stellung im Jagdgebrauchshundwesen jedoch zunehmend in Frage stellen.

Helvi und Hot Pepper vom Auenland Foto Astrid Schneider

Kurzhaar Welpe links, Langhaar Welpe rechts

1. Der Hund muss frei von zuchtausschließenden Mängeln sein.

2. Der HD-Befund muss mit B2 oder besser beurteilt sein.

3. Der Form- und Haarwert (=Gesamtwert) muss mindestens gut betragen.

4. Der Hund muss den vereinsinternen Wesenstest bestanden haben.

5. Eine Herbstzuchtprüfung (HZP) muss bestanden sein, wobei der Weimaraner mindestens 6 Arbeitspunkte in der Suche und in den Wasserfächern

a) Verlorensuchen im deckungsreichen Gewässer und

b) Stöbern mit Ente im deckungsreichen Gewässer

erreichen muss.

Alternativ dazu kann auch eine Verbandsgebrauchs Prüfung (VGP) bestanden sein, wobei in der Suche und in zwei der drei Wasserfächern

a) Stöbern ohne Ente im deckungsreichen Gewässer,

b) Verlorensuchen im deckungsreichen Gewässer und

c) Stöbern mit Ente im deckungsreichen Gewässer

jeweils die Leistungsziffer 3 (gut) mindestens erreicht werden muss.

6. Hündinnen dürfen nicht jünger als 18 Monate und nicht älter als 8 Jahre sein.  Der erste Wurf einer Hündin muss vor Vollendung des 6 Lebensjahres statt gefunden haben.  Der Stichtag ist der erste Tag des Deckaktes.

7. Ein Zuchtrüde darf innerhalb von zwei Zuchtperioden nur maximal 5 Mal erfolgreich zur Zucht eingesetzt werden.

8. Zuchthunde müssen min. 5 ml EDTA Blut  für die Biobank des Klubs abgeben.